Große Brüste vs. kleine Brüste – worauf stehen Männer wirklich?

Alle Männer lieben große Brüste. Wer mittelgroße oder kleine hat, sollte sich entweder nur in einem Push-up-BH in der Öffentlichkeit bewegen oder eine Brust-OP vornehmen lassen. Je größer die Brüste sind, desto wertvoller ist die Frau – in ihrem Beruf, als Geliebte, als Mutter, als Gespielin, als Ehefrau, als Kameradin, als Mensch. Gibt es sonst noch etwas zu dem Thema zu sagen?
Ja – lachen Sie über den oberen Absatz oder nehmen Sie ihn als Provokation, aber nehmen Sie ihn nicht ernst. Denn er hat nichts mit der Realität zu tun.

Die große Oberweite in der Paarbeziehung

Unter der Voraussetzung, dass an ein Verliebtsein sexuelles Begehren gekoppelt ist – was nicht immer der Fall sein muss, aber zumeist zutreffend ist – gibt es sicher Männer, die sich nur in Frauen mit großen Brüsten verlieben können. Genauso sicher gibt es Männer, die von großen Brüsten sexuell stimuliert werden, aber deren Herz einer Frau mit kleinen Brüsten gehört. Und ebenso gibt es Männer, die sich überhaupt nur in Frauen mit kleinen Brüsten verlieben können, so wie es Männer gibt, die eine Frau mit großen Brüsten lieben, aber dennoch knabenhafte Frauenbrüste erregend finden. In der Liebe und der Sexualität gibt es nichts, was es nicht gibt. Und es gibt unzählige Männer, die immer den Naturbusen bevorzugen würden, ganz unabhängig von seiner Größe.

Die große Oberweite versus kleine Brüste

Das ist die einfache Antwort auf die Frage, worauf Männer wirklich stehen – der eine so, der andere so. Auch die Gewichtung von einzelnen, sexuell stimulierenden Attributen bei der bewussten oder auch unbewussten Bereitschaft für eine echte Liebesbeziehung ist von Mann zu Mann unterschiedlich.

Große Oberweite und kleine Brüste als Geschlechtsmerkmal

Die weibliche Brust ist zweifelsohne ein äußeres Geschlechtsmerkmal. Aber das ist sie auch, wenn sie nicht überdurchschnittlich groß oder wenn sie beispielsweise überdurchschnittlich klein ist. Um es noch einmal zu wiederholen: Es ist ein Irrtum, zu glauben, eine besonders große Größe der weiblichen Brust wirke auf jeden heterosexuellen männlichen Vertreter der Spezies Homosapiens besonders stark sexuell stimulierend.
Woher kommt aber die vielfach verbreitete und falsche Ansicht, dass der Sex-Appeal einer Frau von der Größe ihrer Brüste abhinge? Wer vertritt die These?

Die große Oberweite ist ein Hingucker

Zunächst einmal sind große Brüste ein Hingucker. Bei der räumlichen Konfrontation mit einer Frau mit großen Brüsten führt kaum ein Weg des Blickes an ihnen vorbei. Das betrifft aber nicht nur heterosexuelle Männer, sondern alle Menschen mit gesunder Sehfähigkeit. Große Ausmaße ziehen die Blicke auf sich, ob es sich nun um Brüste, ein Gebirgsmassiv, ein Denkmal oder einen Fernsehturm handelt. Allerdings wird es unter den Männern, die einen unwillkürlichen Blick auf die große Brust einer Frau werfen, immer auch solche geben, die die große Oberweite erregend finden und sich von der mit ihr ausgestatteten Frau angezogen fühlen. Einige – Frauen wie Männer – folgern daraus, dass die vielen unwillkürlichen Blicke auf große Brüste grundsätzlich eine sexuelle Bevorzugung dieser vonseiten der Männer bedeuten würde. Das aber wäre eine Fehlinterpretation von den Mechanismen, die unseren Sehapparat steuern.

Große Oberweite: Vermarktungsstrategien

Mit dem Märchen des unbedingten Sex-Appeals von großen Brüsten lässt sich eine Menge Geld verdienen. Kosmetikfirmen verkaufen Cremes zur Busenvergrößerung, Unterwäschefirmen verdienen bestens mit – nicht selten unbequemen – Push-up-BHs, und das Thema Chirurgie und Brüste öffnet viele psychologische Felder zu Entscheidungen von gesunden Frauen, die Risiken, Schmerzen, Kosten und Strapazen auf sich nehmen für zwei geleeartige Fremdkörper im eigenen Brustgewebe. Und sind die Brüste dann erstmal unnatürlich groß, verdient die Bekleidungsindustrie nicht nur an den neu zu kaufenden Büstenhaltern. Besorgniserregend für manche ist das vermehrte Aufkommen von überschlanken jungen Frauen mit unnatürlich wirkenden übergroßen Brüsten in Modeprospekten. Von der deutschen Textil- und Modebranche wurde für Models ein Mindest-BMI von 18,5 festgelegt. Es bleibt zu hoffen, dass fehlendes Körpergewicht der jungen Frauen nicht mit der Implantation von Silikon ausgeglichen wird.

Bemerkenswert: Naturbusen und Intelligenz

Die Soziologin Dr. Yvonne Rossdale soll in einer Studie mit 1200 Amerikanerinnen aus Illinois, Ohio und Kansas herausgefunden haben, dass vollbusige Frauen im Schnitt einen um 10 Punkte höheren Intelligenzquotienten aufweisen als kleinbusige Frauen; auch insgesamt soll die durchschnittliche Intelligenz umso höher gewesen sein, je größer die Brüste der getesteten Frauen waren. Für die Studie wurden die Teilnehmerinnen mit ihrem Naturbusen in die Busengrößen klein, eher klein, mittelgroß, groß und sehr groß eingeteilt. Dr. Rossdale – angebliche Körbchengröße A, also eine für kleine Brüste – soll zugegeben haben, von dem Ergebnis ihrer Studie nicht übermäßig begeistert gewesen zu sein. Allerdings liefert sie eine Erklärung für ihr Studienergebnis: Es könnte an den Hormonen liegen. Möglicherweise mischt das weibliche Hormon Östrogen, das bei der Entwicklung der Brüste eine Rolle spielt, auch bei der Entwicklung der Intelligenz mit. An dieser Stelle sei vorsichtshalber bemerkt: Eine Brustvergrößerung mittels Silikonimplantaten führt nicht zu erhöhter Intelligenz. Eine weitere interessante Beobachtung von Dr. Rossdale ist diese: Vielen Männern falle allgemein die Intelligenz einer klugen schönen Frau nicht auf, weil die Männer bei ihrem Anblick anderes im Kopf hätten als die sprachlichen Äußerungen der Frau.